Dreisber Erfolgsserie findet jähes Ende – Netphen beschert SVD 2:6-Demontage

Kreisliga B1 Siegen-Wittgenstein, 7. Spieltag: SV Netphen II – SV Dreis-Tiefenbach 6:2 (2:0). Zurück auf dem Boden der Tatsachen ist die erste Mannschaft nach dem desaströsen Derby-Auftritt am Mittwochabend in Netphen angelangt. Mit 6:2 unterlag die Janke-Elf gegen dem bis dato Tabellen-14. und zeigte eine insgesamt schwache Leistung. Bereits in der ersten Hälfte präsentierte sich der SVD wie von Sinnen und konnte von Glück sprechen, dass es lediglich mit einem 0:2 in die Pause ging. Nach dem Seitenwechsel zeigte sich das Team zwar verbessert, agierte in der Defensive aber zu sorglos und präsentierte dem Gegner die Treffer auf dem Silbertablett. Die Dreisber Tore des eingewechselten Eldin Halilovic und von Aytac Özekicioglu zum zwischenzeitlichen 1:2 und 2:4 entpuppten sich daher nur als kurzes Strohfeuer.

Mit der Gewissheit von zuletzt drei Siegen startete der SVD – trotz der deutlichen Warnung des Trainerteams, dass die Klasse keine leichten Gegner habe – äußerst unbekümmert in die Partie. So war der Warnschuss von Samuel Madsak, der auf der Querlatte landete, nach zehn gespielten Minuten nur die logische Konsequenz. Zwei Minuten später war es aber um das torlose Remis geschehen. Die SVD-Hintermannschaft spielt unerklärlicherweise auf Abseits und so brauchte ein aus der Tiefe gestarteter Netpher nur noch auf SVN-Oldie Thorsten Flender quer legen, der in sicherer Manier zur Führung traf. Auch der Rückstand brachte keine Ordnung in den Auftritt des SVD, sodass Madsak nur drei Minuten nach der Führung alleinstehend vor Jan Hofmeister zum 2:0 traf. Die Dreisber, die auch über weite Strecken der Anfangsviertelstunde den Ball kontrolliert hatten, konnten auch in der Folge nur wenig mit dem Ballbesitz anfangen und wussten sich zumeist nur mit langen Bällen in die Spitze zu helfen. So blieben Torchancen auf SVD-Seite Mangelware, während Hofmeister seine Farben auf der anderen Seite durch eine starke Fußabwehr gegen den frei gespielten, aber wohl etwas zu überraschten Jaschke noch im Spiel hielt (28.). Erst in der Schlussviertelstunde kamen die Gäste stärker auf, konnten aber vor der Pause aus einer Unsicherheit des Netpher Schlussmanns (34.) und einem Pfostentreffer von Kevin Daub (39.) kein Kapital mehr schlagen.
Entsprechend motiviert ging der SVD in den zweiten Durchgang. Mit besserer Zuordnung und druckvollem Pressing in der gegnerischen Hälfte war der Anschlusstreffer des eingewechselten Eldin Halilovic nach einer Ecke (51.) bis dato auch verdient. Die weiter bestehende Unbekümmertheit in der Defensivarbeit sollte sich aber nur zwei Minuten später erneut rächen, als die Hausherren aus einem Dreisber Einwurf vor dem eigenen Tor heraus, den alten Abstand wieder herstellten. Erneut war der 41-jährige Flender der Torschütze. Genauso wie in der 65. Minute, als er mit seinem dritten Treffer gegen den diesmal unglücklich wirkenden Hofmeister das 4:1 per Kopf erzielte. Obgleich des abermaligen Tiefschlags steckte die Janke-Elf aber nicht auf und kam durch einen gefühlvollen Heber von Özekicioglu nach 70 Minuten abermals in Schlagdistanz. Wie aber beim Anschlusstreffer zum 1:2 währte die Freude im Dreis-Tiefenbacher Lager nur kurz. Im Gegenzug leisteten sich Eldin Halilovic und Jan Hofmeister ein kapitales Abstimmungsproblem, sodass Tim Bruch nur noch mit dem Ball ins Tor laufen brauchte. Sechs Minuten später stellte Bruch schließlich den 6:2-Endstand her. Der SVD kam zwei Minuten vor dem Ende lediglich noch zu einem weiteren Pfostentreffer durch Özekicioglu.

„Hinter diesen Mittwochabend, den man eigentlich nur mit dem Wort ,Vogelwild‘ beschreiben kann, machen wir am besten schnell einen Haken! Ich hätte nicht gedacht, dass wir die erste Halbzeit aus dem Freudenberg-Spiel noch einmal toppen können. Unglaublicherweise haben wir das aber heute geschafft und sogar deutlich überboten. Wer ein solch biederes Team wie die Netpher mit derart eklatanten Abwehrfehlern stark macht, hat am Ende auch nicht verdient, die drei Punkte mitzunehmen, geschweige denn im Dunstkreis von Tabellenplatz 5 zu stehen. Das war heute ein Charaktertest gegen eine Mannschaft aus der unteren Tabellenhälfte, den wir mit der Note 6 – sprich ungenügend – abgeschlossen haben. Ich verlange, dass sich für das Spiel am Sonntag in Weidenau noch einmal jeder bezüglich seiner heutigen Leistung hinterfragt! Die entsprechende Reaktion erwarte ich dann am Sonntag ab 15 Uhr“, so die Ausführungen des sichtlich angefressenen Matthias Janke nach Spielende.

Am Sonntag reist der SVD-Tross dann in die Weidenauer Glückauf-Kampfbahn, wo das Tabellenschlusslicht Gastgeber ist. Im letzten Jahr fuhr der SVD auf heimischen Geläuf einen 4:3-Sieg ein, der auch zugleich den ersten Meisterschaftssieg des Trainerduos Matthias Janke und Thomas Winkel darstellte. Im Rückspiel trennten sich beide Teams durch einen Weidenauer Treffer in der Nachspielzeit mit 1:1.

Aufstellung:  Hofmeister – S. Halilovic – Winkel, T. Mirsa, Kaichouh (46. Jemni) – Yasar (72. Müller), Almasi, Naveed – Daub (46. E. Halilovic) – Özekicioglu, Oujagaoui
Tore:  1:0 Flender (12.), 2:0 Madsak (15.), 2:1 E. Halilovic (51.), 3:1 Flender (53.) , 4:1 Flender (65.), 4:2 Özekicioglu (70.), 5:2 Bruch (71.), 6:2 Bruch (77.)
Gelbe Karten: E. Halilovic (2.), Oujagaoui (1.), Özekicioglu (2.)
Schiedsrichter: Stein (Siegen)

Hier geht es zu den Ergebnissen des 7. Spieltags und zur aktuellen Tabelle!

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