Schwache Chancenverwertung kostet SVD zwei Punkte – Nur Remis beim Derby in Eckmannshausen

Kreisliga B1 Siegen-Wittgenstein, 14. Spieltag: SV Eckmannshausen – SV Dreis-Tiefenbach 1:1 (0:0). Aufgrund der mangelnden Chancenverwertung kam der SVD am Sonntagnachmittag nicht über ein 1:1-Remis beim Tabellenschlusslicht in Eckmannshausen hinaus. In einem fairen Derby gingen die Gastgeber Mitte der zweiten Hälfte in Führung, nachdem die Dreisber Gäste das Spielgeschehen im ersten Durchgang weitestgehend bestimmt hatten. Der SVD, der nach dem Rückstand mehr investierte, kam wenig später zum Ausgleich durch Abdesamad Oujagagoui, auch weil Trainer Matthias Janke bei seinen Auswechslungen ein glückliches Händchen bewies. Mehr als einen Punkt vermochte, der SVD aber nicht mit nach Hause zunehmen.

Im Vergleich zur Vorwoche entspannte sich die Personalsituation wieder erheblich. So kehrten Andreas Winkel, Yousri Jemni, Fabian Büdenbender sowie Abdesamad Oujagaoui in den Kader zurück. Auch Aytac Özekicioglu und Samir Halilovic zeigten sich wieder vollends genesen. In der Startelf gab es insgesamt drei Veränderungen. Während Özekicioglu und Oujagaoui zurück in den Sturm rutschten, bekam Jan Hofmeister im Tor den Vorzug vor Benedikt Zimmermann.
Gleich von Beginn an übernahm der SVD die Spielkontrolle. Statt aber das Spiel strukturiert mit Kurzpassspiel und hoher Laufbereitschaft anzugehen, verrannte sich die Janke-Elf schnell in hohe Bälle. Die beiden Außenstürmer Abdesamad Oujagaoui und Sven „Bobby“ Müller sowie Aytac Özekicioglu waren bei ihren Gegenspielern aber gut aufgehoben und brachten außer einer Direktabnahme von Özekicoglu nichts Zählbares zu Stande. Erst nach knapp 20 Minuten boten sich dem SVD die ersten beiden Hochkaräter. Zunächst verzog Müller einen Distanzschuss nach einem verunglückten Abspiel von Eckmannshausens Torhüter Ben Tomaszek (19.) und nur eine Minute später verpasste Özekicioglu eine Kopfballvorlage von Tahsin Mirsa. Auch in der Folge blieben die Gäste spielbestimmend, außer einem abgewehrten Schuss von Oujagaoui passierte auf Dresiber Seite wenig (25.), während ein Kopfball der Hausherren nur knapp am langen Pfosten vorbeistrich (35.).
Nach dem Seitenwechsel bot sich den Zuschauern weiterhin das Bild des ersten Durchgangs, wobei der SVE mit zunehmender Spieldauer stets mutiger wurde. Nachdem Oujagaoui erneut eine große Chance vergeben hatte – er schoss Eckmannshausens Rudolf Gertner kurz vor der Torlinie an, nachdem Keeper Tomaszek bereits geschlagen war (58.) –, rächte sich die schwache Chancenverwertung nur fünf Minuten später. Gertner, der kurz zuvor noch auf der anderen Seite gerettet hatte, stand nach etwas Konfusion im Dresiber Strafraum goldrichtig und schob zur 1:0-Führung für den SVE ein. Erst danach wurde der SVD wacher, spielte nun zielstrebiger und belohnte sich nur zehn Minuten später. Ausschlaggebend war eine Co-Produktion der kurz zuvor eingewechselten Andreas Winkel und Fabian Büdenbender. Winkel schickte Büdenbender auf dem linken Flügel auf die Reise, der trotz hartnäckigen Gegenspielers bis zur Grundlinie durchstieß und den mitgelaufenen Oujagaoui am langen Pfosten mustergültig bediente (73.). Nach dem Ausgleich gestaltete sich das Spiel nun offen. SVD-Keeper Hofmeister musste nur fünf Minuten später per Fußabwehr alles riskieren und vier Minuten vor dem Abpfiff klärte Winkel eine Riesenchance der Platzherren in letzter Sekunde. Die letzte Chance des Spiel hatten allerdings die Gäste in der Nachspielzeit. Oujagaoui konnte die scharfe Özekicoglu-Hereingabe aber nicht im Tor unterbringen (90.+1). Beendet wurde das ansonsten faire Derby mit der Gelb-Roten Karte für Eckmannshausens Stefan Werner wegen Meckerns (90.+2). Ebenso musste der SVD die fünfte gelbe Karte für Aytac Özekicioglu hinnehmen, der somit am kommenden Wochenende pausieren muss.

„Das heutige Spiel hat einmal mehr gezeigt, woran es weiterhin hapert. Gegen einen spielerisch limitierten Gegner, der in dieser Form aber auch nicht in diese Tabellenregion gehört, sind wir nicht in der Lage für klare Verhältnisse zu sorgen. Zu allem Überfluss kommt noch dazu, dass die sich bietenden Chancen teils kläglich vergeben werden. So etwas rächt sich dann unter dem Strich. Glücklicherweise konnten wir den Schaden aber noch einigermaßen richten, sodass wir nun seit vier Partien ungeschlagen sind. Dennoch muss festgehalten werden, dass wir in den beiden letzten Spielen ganz klar vier Punkte haben liegen lassen“, zeigte sich Co-Trainer Thomas Winkel kritisch.

Mit der SG Mudersbach/Brachbach und dem FC Wahlbach stehen in den beiden kommenden Wochen zwei echte „Hausnummern“ auf dem Programm. Beide Teams stehen derzeit auf Rang 1 und 2 der Tabelle und sind – wie bereits in der Vorsaison – die torgefährlichsten Mannschaften der Liga. Während der SVD zunächst auf dem Brachbacher Häslich antreten muss, gastiert die Wahlbacher Elf im Dreisbachtal.

Aufstellung:  Hofmeister – Daub – Yasar, Großmann, T. Mirsa – S. Halilovic (70. Büdenbender) – Kaichouh, Guiga (72. Winkel) – Müller, Oujagaoui – Özekicioglu
Tore:  0:1 Gertner (63.), 1:1 Oujagaoui (73.)
Gelbe Karten: Guiga (1. Gelbe Karte), T. Mirsa (2.), Özekicioglu (5.)
Gelb-Rote Karten: Werner (90.+2/Eckmannshausen)
Schiedsrichter: Otto (Siegen)

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